Zur Startseite der DB Netz AG
zurück zur Übersicht

TPS 2018

Grundlogik TPS 2018

Mit dem TPS 2018 wird eine neue Entgeltlogik eingeführt, die sich stärker an der Nachfrage orientiert.

Hintergrund

1994 hat die DB Netz AG als erstes EIU in Europa ein Trassenpreissystem für die Nutzung der Schieneninfrastruktur eingeführt. Im Jahr 2001 folgte ein modulares Trassenpreissystem („TPS 2001“), welches sich aufgrund seiner diskriminierungsfreien und transparenten Entgeltbildung bis zum Netzfahrplan 2017 bewährt hat. Aufgrund der neuen rechtlichen Vorgaben der EU-Richtlinie 2012/34 und des im September 2016 in Kraft getretenen Eisenbahnregulierungsgesetzes (ERegG) hat die DB Netz AG ihr Trassenpreissystem weiterentwickelt. Dieses wird zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 eingeführt.

Grundlogik des TPS 2018

Mit dem neu entwickelten „TPS 2018“ etabliert die DB Netz AG eine neue Entgeltlogik. Stand im „TPS 2001“ bei der Entgeltbildung noch die Infrastrukturausstattung der jeweiligen Strecke im Mittelpunkt, so geht es im „TPS 2018“ darum, welcher Zug darauf fährt.
Die Ausgangsfrage für die Entgeltbildung lautet, welchem Marktsegment ein Zug geordnet werden kann. Danach bemisst sich der erste Preisbestandteil – die unmittelbaren Kosten, die eine Zugfahrt verursacht.

Da diese Kosten aber nur einen kleinen Teil der Vollkosten für die Vorhaltung der Schienenwege decken, berechtigt das Gesetz die DB Netz AG, Aufschläge zu erheben, um die Lücke zur Vollkostendeckung zu schließen. Dabei muss nach Verkehrsarten bzw. nach Marktsegmenten innerhalb der Verkehrsarten differenziert und die relative Belastbarkeit dieser Einzelmärkte berücksichtigt werden.

Darüber hinaus können durch Zu- oder Abschläge u.a. Anreize für Mehrverkehre gesetzt oder aber die durch Verkehre hervorgerufene Umweltbelastung bzw. die Wirkung überlasteter Schienenwege berücksichtigt werden.

Überblick TPS 2018

Überblick TPS 2018  PDF | 0,79 MB