Deutsche Bahn

Fahrplankonzeptwoche

Die Fahrplankonzeptwoche ist eine Dialogplattform zur Sammlung und Diskussion von absehbaren mittelfristigen Trassenbedarfen und Fahrplankonzepten der Zugangsberechtigten aller Verkehrsarten (vgl. Ziffer 4.3.6 SNB).

Warum gibt es die Fahrplankonzeptwoche?

Anstelle der bisherigen Rahmenverträge soll durch die neue Dialogplattform eine Vorschau auf die mittel- und langfristige Kapazitätsnutzung ermöglicht werden. In der Fahrplankonzeptwoche werden schwerpunktmäßig die Trassennachfragen für den übernächsten Jahresfahrplan sowie 3-5 Folgejahre betrachtet.


Was ist das Ziel der Fahrplankonzeptwoche?

In der Fahrplankonzeptwoche sollen frühzeitig Informationen zur Trassennachfrage aller Netznutzer v.a. auf hochbelasten bzw. überlasteten Strecken gesammelt sowie ggf. mögliche Lösungsansätze erörtert werden, die im weiteren Prozess der Trassenberatung und -anmeldung nützlich sein können.

Weitere Nutzen:

  • Frühzeitige Information und Transparenz zu den Trassenbedarfen pro Verkehrsart/Fahrplanjahr (v.a. Veränderung Mengenindikation)
  • Einschätzung zur Kapazitätsauslastung als Frühwarnsignal v.a. bei latenter Kapazitätsüberlastung
  • Steigerung des Problembewusstsein sowie Bereitschaft aller Netznutzer zur Erörterung von möglichen Maßnahmen für eine effiziente Kapazitätssteuerung
  • Grundlage für Fahrlagenberatung bzw. Hilfe für passgenaue Trassenanmeldungen

Folgende Themen können nicht direkt in der Fahrplankonzeptwoche, sondern nur  in nachgelagerten Prozessen  behandelt werden:

  • Individuelle Analysen (Fahrlagenberatung bzw. Betriebsprogrammstudien)
  • Koordinierung bzw. Lösung von Trassenkonflikten (Netzfahrplan-Konstruktion) 
  • konkrete Nutzungsvorgaben für überlastete Schienenwege (ÜLS/ZÜLS)
  • Festlegung eines verbindlichen Verkehrsartenmix für baubedingte Kapazitätseinschränkungen gemäß § 44 ERegG

Die vorläufigen Erkenntnisse aus der Fahrplankonzeptwoche werden im Nachgang der Veranstaltung in Form einer allgemeinen und anonymisierten Gesamtübersicht pro Verkehrsart auf dieser Seite veröffentlicht.


Wann findet die Fahrplankonzeptwoche statt?

Die Dialogplattform wird ab 2019 jährlich im August stattfinden. Im Downloadbereich rechts finden Sie einen Zeitplan zur Fahrplankonzeptwoche.


Wer kann teilnehmen und wie?

Die Veranstaltung richtet sich an alle Zugangsberechtigte mit einem Grundsatz-Infrastrukturnutzungsvertrag und der Bereitschaft zur aktiven Mitwirkung in der Fahrplankonzeptwoche. Die Bundesnetzagentur wird als Beobachter eingeladen.

Die DB Netz AG versendet die Einladung inkl. dem Programmentwurf spätestens acht Monate vor der Veranstaltung. Der Programmentwurf enthält eine vorläufige Liste der Strecken, die in spezifischen Workshops während der Woche thematisiert werden. Alle Teilnehmer haben bei der Anmeldung die Möglichkeit, weitere Strecken zur Diskussion anzumelden; Hierfür werden etwa 25% der Veranstaltungsdauer freigehalten.

[Die Agenda folgt vsl. im Januar 2019]


Bitte um Vorbereitung: Auflistung relevanter Informationen Ihrer eigenen Planung künftiger Trassenbedarfe

Um bestmöglich vorbereitet zu sein, bitten wir alle Teilnehmer, für die jeweiligen Workshops in schriftlicher Form grobe Informationen zur eigenen Planung der künftigen Trassenbedarfe vorab zur Verfügung zu stellen (bspw. Übersicht Linienläufe, Hinweis auf geplante Mengensteigerungen, Taktverdichtung, etc.). Diese Angaben werden von uns vertraulich behandelt und in allgemeiner und anonymisierter Form (pro Verkehrsart) als Diskussionsgrundlage der einzelnen Workshops zusammengestellt. Das entsprechende Template zur Sammlung dieser Angaben finden Sie im Modulbereich rechts.


Verhaltenskodex

Bei der Fahrplankonzeptwoche handelt es sich um ein Dialogforum auf freiwilliger Basis. Alle verwendeten Daten und ggf. diskutierte Lösungsansätze und Empfehlungen sind unverbindlich. Um dennoch ein geordnetes Verfahren mit größtmöglichem Nutzen für alle Beteiligten zu gewährleisten, finden Sie den Verhaltenskodex zum Download.