Deutsche Bahn

Informationen zu unserem neuen Bestellsystem und -portal (ab Fahrplanjahr 2024)

Auf dieser Seite möchten wir Sie regelmäßig informieren und mit aktuellen Neuigkeiten auf dem Laufenden halten. Künftig werden hier auch Schulungsunterlagen und weitere Dokumente rund um unser neues Bestellsystem und -portal zu finden sein. Für Fragen im Vorfeld kontaktieren Sie uns bitte über unser Postfach oder sprechen Ihre:n Kundenbetreuer:in an.

Die DB Netz AG wird zum Fahrplanjahr 2024 ein neues Bestellsystem, bestehend aus einer technischen Schnittstelle und einem neuen Webportal einführen, um im Trassenbestellprozess nachhaltig und vollständig TAF/TAP TSI-konform ausgerichtet zu sein. Das neue Nachrichtenformat wird EU-weit die Kommunikation im Eisenbahnverkehr vereinheitlichen (weitere Informationen dazu finden Sie hier).

Da TAF/TAP TSI tiefgreifende Änderungen gegenüber der Bestandswelt mit sich bringt, nutzt die DB Netz AG die Chance, um die bisherigen Systeme durch ein modernes Bestellsystem mit neuer Schnittstelle und einer intuitiven Benutzeroberfläche abzulösen. Dies bedeutet allerdings auch für unsere Kund:innen notwendige Veränderungen - sowohl bei Nutzung des Portals als auch der technischen Schnittstelle.


1. Aktueller Zeitplan


Die DB Netz AG strebt eine Umsetzung zum Fahrplanjahr 2024 an, d.h. dass für alle Trassenbestellungen des Fahrplanjahres 2024 nur noch das neue System genutzt werden kann.

In TPN können weiterhin Anmeldungen bis einschließlich des Fahrplanjahres 2023 getätigt werden, somit kommt es im Jahr 2023 übergangsweise zu einem faktischen Parallelbetrieb aber klar getrennten Inhalten: TPN für alles bis einschließlich Fahrplanjahr 2023 – das neue Bestellsystem für alles ab dem Fahrplanjahr 2024.

Im Laufe des Jahres 2024 wird dann die heutige Anwendung abgeschaltet. Hierzu werden unsere Nutzer:innen noch detailliert informiert.

Konkreter Zeitplan für Anmeldungen im Fahrplanjahr 2024:

- Mit Beginn der Anmeldephase für den Netzfahrplan 2024 (also Frühjahr 2023) werden die Schnittstelle und das neue Portal produktiv geschaltet

- Zum Ende der Anmeldephase Netzfahrplan 2024 werden auch die Module für den Gelegenheitsverkehr produktiv gesetzt

- Im Sommer 2023 werden dann Funktionen für die Anmeldung von Fahrplanstudien für den Netzfahrplan 2025 produktiv geschaltet

2. Was bringen das neue System und Portal?


Grundsätzlich gesagt, liegt die Zukunft der Kommunikation zwischen EIU und EVU im neuen Nachrichtenformat TAF/TAP TSI. Mit dem neuen Bestellsystem erfüllen wir diese EU-weiten Vorgaben im Trassenanmeldeprozess und stellen uns hier somit zukunftsorientiert auf. Da das heutige Bestellverfahren (Schnittstelle und Portal TPN) TAF/TAP TSI technisch nicht unterstützen kann, führt kein Weg an einer Neuentwicklung vorbei.

Zeitgleich möchten wir diese Chance nutzen, das Bestellportal zeitgemäß neuzugestalten und noch stärker als bislang bereits auf die Bedürfnisse unserer Kund:innen auszurichten. Wir werden uns hier in der Entwicklung an den häufigsten Anwendungsfällen orientieren und zielen sowohl optisch von der Bedienerführung als auch funktional auf hohe Effizienz und maximalen sowie intuitiven Bedienkomfort.

Zusätzlich greifen wir einen lange geäußerten Wunsch vieler Kund:innen auf, den Zugang und die Administration von Nutzern zu beschleunigen: Für den künftigen Zugriff auf das neue Bestellportal benötigt jede Kundin und jeder Kunde mindestens einen „Poweruser“. Dieser kann dann weiteren Berechtigten den Zugriff auf das Bestellportal selbstständig und schnell ermöglichen. Detailliertere Information zum weiteren Vorgehen zur Einrichtung dieser „Poweruser“ werden wir rechtzeitig bekannt geben.

3. Was muss ich als Kundin oder Kunde tun, um das neue Bestellsystem nutzen zu können?


Vorneweg setzt TAF/TAP TSI voraus, dass daran teilnehmende Zugangsberechtigte (z.B. EVU) entsprechend des neuen Nachrichtenformats eine eigene, neue CompanyID benötigen – Details zu den verschiedenen Nachrichtentypen und weiterführende Informationen werden durch die RNE auf deren Homepage sowie auf der Seite der Joint Sector Group (JSG) bereitgestellt.

Für allgemeine und grundsätzliche Themen rund um TAF/TAP TSI, wie z.B. die CompanyID gibt es in Deutschland einen sogenannten „National Contact Point (NCP)“, der in unserem Fall in der DB Netz angehängt ist. Kontaktieren Sie bei übergreifenden Themen also gerne den NCP direkt über dessen E-Mail-Postfach (ncp.de-taftap@deutschebahn.com).

Grundsätzlich macht es Sinn hier zunächst einmal zu differenzieren zwischen Kund:innen, die heute nur das Portal nutzen (und dies auch künftig so beibehalten möchten) und solchen, die entweder nur die Schnittstelle oder teilweise die Schnittstelle nutzen.

Nutzen Sie heute für alle Trassenbestellungen ausschließlich das Portal TPN, dann müssen Sie gegenwärtig nichts unternehmen. Zu gegebenem Zeitpunkt werden wir auf dieser Seite Schulungsmaterial bereitstellen, so dass Sie sich im Vorfeld des Go-Live des neuen Bestellportals rechtzeitig und ausreichend informieren können. Darüber hinaus stehen im Vorfeld die regionalen Kundenbetreuer:innen für Rückfragen zur Verfügung. Für den künftigen Zugriff auf das neue Bestellportal benötigt jede Kundin und jeder Kunde mindestens einen „Poweruser“. Dieser kann dann weiteren Berechtigten den Zugriff auf das Bestellportal selbstständig und schnell ermöglichen. Wir folgen hiermit einem lange geäußerten Wunsch vieler Kunden zur Beschleunigung des Zugangs. Detailliertere Information zum weiteren Vorgehen zur Einrichtung dieser „Poweruser“ werden wir rechtzeitig bekannt geben.

Nutzen Sie heute die Schnittstelle, d.h. für Eingabe der Trassenbestellungen wird entweder eigene IT oder eine Softwarelösung eines Drittanbieters genutzt, so muss diese Software künftig TAF/TAP TSI-fähig sein. Die nötigen technischen Informationen für die Implementierung der künftigen neuen Schnittstelle finden Sie in der aktuell geltenden Schnittstellendokumentation.

Darüber hinaus muss – analog TPN auch heute schon – externe IT von der DB Netz AG abgenommen werden, bevor diese (hauptsächlich aus IT-Sicherheitsaspekten) für die Kommunikation über die Schnittstelle freigeschaltet wird. Das heißt kurz vor Go-Live (nach aktueller Planung wahrscheinlich Ende 2022, Anfang 2023) muss ein Abnahmetest erfolgen.

Wir haben bereits den direkten Kontakt zu den uns bekannten Schnittstellenpartner bzw. Softwareanbietern gesucht, um frühzeitig mit den Tests beginnen zu können. Dies senkt den Aufwand für alle Kund:innen die bereits heute entsprechende Software einsetzen und somit einen geringeren Testaufwand aus dieser Umstellung realisieren müssen. Kontaktieren Sie uns bitte, wenn Sie hierzu Fragen haben oder vielleicht eigene IT-Lösungen implementieren und sich hierzu mit uns abstimmen möchten. Wenn Sie unsicher sind, ob „Ihr“ Softwarenanbieter bereits mit uns im Austausch ist, wenden Sie sich ebenfalls an uns oder Ihren Partner direkt.

Einen „Poweruser“ wie oben beschrieben werden künftig auch reine Schnittstellenkunden benötigen, um in Ausnahmefällen auch die Möglichkeit zu haben, im Portal bestellen zu können.

Bei Interesse an Teilnahme einzelner Kundentests, kontaktieren Sie uns bitte über unser genanntes Projekt-Postfach.

4. Schulungsmöglichkeiten und -unterlagen


Hier werden wir rechtzeitig vor Inbetriebnahme der neuen Technik alle relevanten Schulungsunterlagen und Handbücher kommunizieren. Darüber hinaus werden wir Sie hier auch zu übergreifenden Schulungsterminen informieren, ergänzend steht Ihnen natürlich auch Ihr Kundenbetreuer regional vor Ort zur Verfügung.

5. Support nach dem Go-Live


Hier werden wir rechtzeitig vor Inbetriebnahme der neuen Technik Informationen zu Kontaktmöglichkeiten und Support mitteilen. Solange stehen Ihnen für die heutigen Systeme selbstverständlich die gewohnten Ansprechpartner:innen zur Verfügung.

6. Feedback und Anregungen


Wir freuen uns jederzeit über Feedback (Lob und Kritik), Ideen, Anregungen und auch Fehler, die Sie z.B. in der Anwendung gefunden haben. Wenn Sie heute schon Hinweise für uns haben, schicken Sie uns am einfachsten eine E-Mail an unser Postfach.

Später werden wir an dieser Stelle weitere Möglichkeiten nennen, wie Sie uns einfach Rückmeldung zum neuen System mitgeben können.