Deutsche Bahn

Informationen zu unserem neuen Bestellsystem und -portal (ab Fahrplanjahr 2026)

Auf dieser Seite möchten wir Sie regelmäßig informieren und mit aktuellen Neuigkeiten auf dem Laufenden halten. Künftig werden hier auch Schulungsunterlagen und weitere Dokumente rund um unser neues Bestellsystem und -portal zu finden sein. Für Fragen im Vorfeld kontaktieren Sie uns bitte über unser Postfach oder sprechen Ihre:n Kundenbetreuer:in an.

Die DB Netz AG wird zum Fahrplanjahr 2026 ein neues Bestellsystem, bestehend aus einer technischen Schnittstelle und einem neuen Webportal einführen, um im Trassenbestellprozess nachhaltig und vollständig TAF/TAP TSI-konform ausgerichtet zu sein. Das neue Nachrichtenformat wird EU-weit die Kommunikation im Eisenbahnverkehr vereinheitlichen (weitere Informationen dazu finden Sie hier).

Anfang 2022 hat die DB Netz die gesamthafte Einführung von TAF/TAP TSI um zwei Jahre verschoben (auf das Fahrplanjahr 2026 statt vormals 2024), weitere Details zum Zeitplan finden Sie im Kapitel 1. "Aktueller Zeitplan" sowie im Downloadbereich am rechten Rand (Flyer und Kurzpräsentation).

Da TAF/TAP TSI tiefgreifende Änderungen gegenüber der Bestandswelt mit sich bringt, nutzt die DB Netz AG die Chance, um die bisherigen Systeme durch ein modernes Bestellsystem mit neuer Schnittstelle und einer intuitiven Benutzeroberfläche abzulösen. Dies bedeutet allerdings auch für unsere Kund:innen notwendige Veränderungen - sowohl bei Nutzung des Portals als auch der technischen Schnittstelle.


1. Aktueller Zeitplan


Die DB Netz AG strebt eine Umsetzung zum Fahrplanjahr 2026 an, d.h. dass für alle Trassenbestellungen des Fahrplanjahres 2026 nur noch das neue System genutzt werden kann.

In TPN können weiterhin Anmeldungen bis einschließlich des Fahrplanjahres 2025 getätigt werden, somit kommt es im Jahr 2025 übergangsweise zu einem faktischen Parallelbetrieb aber klar getrennten Inhalten: TPN für alles bis einschließlich Fahrplanjahr 2025 – das neue Bestellsystem für alles ab dem Fahrplanjahr 2026.

Im Laufe des Jahres 2026 wird dann die heutige Anwendung abgeschaltet. Hierzu werden unsere Nutzer:innen noch detailliert informiert.

Konkreter Zeitplan für Anmeldungen im Fahrplanjahr 2026:

- Mit Beginn der Anmeldephase für den Netzfahrplan 2026 (also Frühjahr 2025) werden die Schnittstelle und das neue Portal produktiv geschaltet

- Zum Ende der Anmeldephase Netzfahrplan 2026 werden auch die Module für den Gelegenheitsverkehr produktiv gesetzt

- Aktuell in Prüfung ist die Fortführung der RV für Fahrplanjahre ab 2026. Kämen diese, erfolgt die Anmeldung im neuen System (Portal + Schnittstelle) bereits ca. Mitte 2024. Eine Fortführung der Rahmenvertragsperiode ab Fahrplanjahr 2026 und damit eine Abbildung der notwendigen Funktionalitäten in TAF TAP TSI ist aktuell noch nicht entschieden. Da diese aber Zeitplanung und Vorbereitung auf Kundenseite ins Jahr 2024 ziehen würde, nehmen wir es aus Gründen der Transparenz hier auf.

2. Was bringen das neue System und Portal?


Grundsätzlich gesagt, liegt die Zukunft der Kommunikation zwischen EIU und EVU im neuen Nachrichtenformat TAF/TAP TSI. Mit dem neuen Bestellsystem erfüllen wir diese EU-weiten Vorgaben im Trassenanmeldeprozess und stellen uns hier somit zukunftsorientiert auf. Da das heutige Bestellverfahren (Schnittstelle und Portal TPN) TAF/TAP TSI technisch nicht unterstützen kann, führt kein Weg an einer Neuentwicklung vorbei.

Zeitgleich möchten wir diese Chance nutzen, das Bestellportal zeitgemäß neuzugestalten und noch stärker als bislang bereits auf die Bedürfnisse unserer Kund:innen auszurichten. Wir werden uns hier in der Entwicklung an den häufigsten Anwendungsfällen orientieren und zielen sowohl optisch von der Bedienerführung als auch funktional auf hohe Effizienz und maximalen sowie intuitiven Bedienkomfort.

Zusätzlich greifen wir einen lange geäußerten Wunsch vieler Kund:innen auf, den Zugang und die Administration von Nutzern zu beschleunigen: Für den künftigen Zugriff auf das neue Bestellportal benötigt jede Kundin und jeder Kunde mindestens einen „Poweruser“. Dieser kann dann weiteren Berechtigten den Zugriff auf das Bestellportal selbstständig und schnell ermöglichen. Detailliertere Information zum weiteren Vorgehen zur Einrichtung dieser „Poweruser“ werden wir rechtzeitig bekannt geben.

3. Was muss ich als Kundin oder Kunde tun, um das neue Bestellsystem nutzen zu können?


Vorneweg setzt TAF/TAP TSI voraus, dass Zugangsberechtigte und Unternehmen (z.B. EVU) entsprechend des neuen Nachrichtenformats einen eigenen Company Code benötigen, um am Datenaustausch nach der TAF/TAP TSI teilzunehmen. Dieser ist bei jeder Nachricht (inklusive Trassenanmeldungen und laufendem Betrieb) der eindeutige Identifikator des Absenders – ohne Company Code fährt künftig kein Zug mehr.

Wer aktuell noch keinen Company Code hat, muss diesen bei der UIC beantragen (Link UIC), ab dem 01.01.2026 wird dieser innerhalb der EU direkt bei der ERA beantragt (Link ERA). Wer bereits einen Company Code (RICS Code) hat, kann diesen bei der ERA als einen gleichlautenden Organisation Code bestätigen lassen. Der Organisation Code ist erforderlich bei Nutzung von ERA-Anwendungen, wie z.B. dem Fahrzeugregister, derzeit allerdings noch losgelöst von TAF/TAP TSI. Künftig werden diese beiden Codes synchronisiert.

Details zu den verschiedenen Nachrichtentypen und weiterführende Informationen werden durch die RNE auf deren Homepage sowie auf der Seite der Joint Sector Group (JSG) bereitgestellt.

Für allgemeine und grundsätzliche Themen rund um TAF/TAP TSI gibt es in Deutschland einen sogenannten „National Contact Point (NCP)“, der in unserem Fall in der DB Netz angehängt ist. Kontaktieren Sie bei übergreifenden Themen also gerne den NCP direkt über dessen E-Mail-Postfach (ncp.de-taftap@deutschebahn.com).

Grundsätzlich macht es Sinn hier zunächst einmal zu differenzieren zwischen Kund:innen, die heute nur das Portal nutzen (und dies auch künftig so beibehalten möchten) und solchen, die entweder nur die Schnittstelle oder teilweise die Schnittstelle nutzen.

Nutzen Sie heute für alle Trassenbestellungen ausschließlich das Portal TPN, dann müssen Sie gegenwärtig nichts unternehmen. Zu gegebenem Zeitpunkt werden wir auf dieser Seite Schulungsmaterial bereitstellen, so dass Sie sich im Vorfeld des Go-Live des neuen Bestellportals rechtzeitig und ausreichend informieren können. Darüber hinaus stehen im Vorfeld die regionalen Kundenbetreuer für Rückfragen zur Verfügung. Für den künftigen Zugriff auf das neue Bestellportal benötigt jeder Kunde mindestens einen „Poweruser“. Dieser kann dann weiteren Berechtigten den Zugriff auf das Bestellportal selbstständig und schnell ermöglichen. Wir folgen hiermit einem lange geäußerten Wunsch vieler Kunden zur Beschleunigung des Zugangs. Detailliertere Information zum weiteren Vorgehen zur Einrichtung dieser „Poweruser“ werden wir rechtzeitig bekannt geben.

Nutzen Sie heute die Schnittstelle, d.h. für Eingabe der Trassenbestellungen wird entweder eigene IT oder eine Softwarelösung eines Drittanbieters genutzt, so muss diese Software künftig TAF/TAP TSI-fähig sein. Die nötigen technischen Informationen für die Implementierung der künftigen neuen Schnittstelle finden Sie in der aktuell geltenden Schnittstellendokumentation.

Darüber hinaus muss – analog TPN auch heute schon – externe IT von der DB Netz AG abgenommen werden, bevor diese (hauptsächlich aus IT-Sicherheitsaspekten) für die Kommunikation über die Schnittstelle freigeschaltet wird. Das heißt kurz vor Go-Live muss ein Abnahmetest erfolgen.

Wir haben bereits den direkten Kontakt zu den uns bekannten Schnittstellenpartnern bzw. Softwareanbietern gesucht, um frühzeitig mit den Tests beginnen zu können. Dies senkt den Aufwand für alle Kund:innen die bereits heute entsprechende Software einsetzen und somit einen geringeren Testaufwand aus dieser Umstellung realisieren müssen. Kontaktieren Sie uns bitte, wenn Sie hierzu Fragen haben oder vielleicht eigene IT-Lösungen implementieren und sich hierzu mit uns abstimmen möchten. Wenn Sie unsicher sind, ob „Ihr“ Softwarenanbieter bereits mit uns im Austausch ist, wenden Sie sich ebenfalls an uns oder Ihren Partner direkt.

Einen „Poweruser“ wie oben beschrieben werden künftig auch reine Schnittstellenkunden benötigen, um in Ausnahmefällen auch die Möglichkeit zu haben, im Portal bestellen zu können.

Bei Interesse an Teilnahme einzelner Kundentests, kontaktieren Sie uns bitte über unser genanntes Projekt-Postfach.

4. Schulungsmöglichkeiten und -unterlagen


In einem ersten Video möchten wir an dieser Stelle bereits einen kurzen Einblick in das Design des künftigen Bestellportals werfen (Stand: Februar 2022): Link Erklärvideo neues Bestellportal DB Netz

Zudem werden wir hier rechtzeitig vor Inbetriebnahme der neuen Technik alle relevanten Schulungsunterlagen und Handbücher kommunizieren. Darüber hinaus werden wir Sie hier auch zu übergreifenden Schulungsterminen informieren, ergänzend steht Ihnen natürlich auch Ihr Kundenbetreuer regional vor Ort zur Verfügung.

5. Support nach dem Go-Live


Hier werden wir rechtzeitig vor Inbetriebnahme der neuen Technik Informationen zu Kontaktmöglichkeiten und Support mitteilen. Solange stehen Ihnen für die heutigen Systeme selbstverständlich die gewohnten Ansprechpartner:innen zur Verfügung.

6. Feedback und Anregungen


Wir freuen uns jederzeit über Feedback (Lob und Kritik), Ideen, Anregungen und auch Fehler, die Sie z.B. in der Anwendung gefunden haben. Wenn Sie heute schon Hinweise für uns haben, schicken Sie uns am einfachsten eine E-Mail an unser Postfach.

Später werden wir an dieser Stelle weitere Möglichkeiten nennen, wie Sie uns einfach Rückmeldung zum neuen System mitgeben können.

7. Kundentests und Teilnahme an Tests


Die frühzeitige Einbindung unserer Kunden und allen Anwendern des künftigen Bestellsystems ist für uns ein elementarer Bestandteil in der Entwicklung. Wir wollen eine möglichst ausgeprägte Kundenorientierung im neuen Bestellportal erreichen und dazu ist offenes Feedback essentiell. Grundsätzlich differenzieren wir von unserer Seite zwei Aspekte, nämlich den Test des Portals (also der Web-Anwendung) und den Test der EVU-Schnittstelle (in der TAF/TAP-Sprache, dem „Common Interface“). Hier gibt es grundlegende Unterschiede und vor allem Zielgruppen:

Kundentest des neuen Bestellportals

- Wir haben seit Februar 2022 eine online verfügbare externe Testumgebung, die den jeweils aktuellen Entwicklungsstand des Portals abbildet – aktuell ist der Plan, diese Umgebung dauerhaft zugänglich zu lassen und jeweils die im aktuellen PI (Program Increment, entspricht ca. einem Quartal) gebauten Funktionen zu integrieren. So wird nach und nach das komplette Portal testbar sein. Derzeit ist das Portal „nach hinten“, also zum Fahrplan, technisch noch nicht angebunden, so dass zunächst primär der Bestellvorgang getestet werden kann und die Angebote noch künstlich erstellt sind, also keine echten Konstruktionen darstellen

- Zugangsdaten kann jedes EVU bzw. jeder Zugangsberechtigte von uns erhalten, der an diesem Test teilnehmen möchte – bitte setzen Sie sich hierzu mit uns in Verbindung und kontaktieren unser Postfach NeuesBestellsystem@deutschebahn.com

- Wichtig für uns ist dann allerdings, dass wir auch entsprechend Rückmeldung von Ihnen bekommen und wir werden mit allen Tester:innen regelmäßig Testphasen einplanen, zu Workshops zu spezifischen Themen einladen oder kürzere Umfragen mit einzelnen Aspekten verteilen. Hier freuen wir uns dann über jedes Feedback bzw. jede Teilnahme!

Test der EVU-Schnittstelle

- Ein zweites wesentliches Element ist neben dem Portal unsere Schnittstelle, die es auch für TPN heute schon gibt. Diese wird nicht von allen Kunden und Zugangsberechtigten genutzt – es ist aber zwingend nötig, dass alle IT-Lösungen von Drittanbietern zur Trassenanmeldung ausreichend getestet werden. Zudem ist eine Freigabe durch die DB Netz erforderlich, bevor eine Drittanbieter IT-Lösung in der Produktivsoftware Trassen anmelden darf (wie auch heute bereits in TPN)

- Aktuell verfahren wir so, dass wir die Tests nicht mit jedem Kunden, der eine solche IT-Lösung nutzen möchte, durchführen, sondern zunächst mit den Herstellern der jeweiligen Software (also in der Regel Softwarefirmen und in einzelnen Fällen auch den EVUs die eigene Lösungen bauen)

- Wichtig ist, dass die Tests der Schnittstelle so früh wie möglich mit jedem Anbieter durchgeführt werden, kontaktieren Sie uns also schnellstmöglich wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihr Anbieter bereits dabei ist oder wenn Sie selbst eine IT-Lösung entwickeln. Auch hier bitte unser Postfach anschreiben: NeuesBestellsystem@deutschebahn.com

- Wichtige Informationen rund um die Tests der Schnittstelle finden Sie nachfolgend in Kapitel 8

8. Hinweise und Dokumente für Unternehmen mit eigener IT-Lösung zur Trassenanmeldung (und die jeweiligen IT-Firmen)


Allgemeine Informationen

Alle relevanten Dokumente wie z.B. die Schnittstellen-Dokumentation in der jeweils gültigen Version, techn. Funktionsbeschreibungen, Datenfelder, entsprechende XSD-Dateien etc. finden Sie immer auf unserer Internetseite zu TAF/TAP TSI

Details zur Durchführung der Tests

- Bitte kontaktieren Sie uns so früh wie möglich über unser bekanntes Postfach: NeuesBestellsystem@deutschebahn.com

- Wir benötigen von Ihnen diverse Konfigurationsparameter Ihrer Schnittstelle und geben Ihnen dann die aktuellen CI-Konfigurationsparameter von unserer Schnittstelle mit

- Der Nachrichtenaustausch findet verschlüsselt auf Transportebene über SSL/TLS statt. Die Kommunikation mit dem „CI_Planning_DBNetz“ muss über X.509 Zertifikate abgesichert werden. Dadurch werden die Integrität und Vertraulichkeit der Nachrichten sichergestellt. Es werden nur Zertifikate akzeptiert, die von der RNE CA (Certificate Authority) ausgestellt wurden. Diese erhält man vom „RNE CC Service Desk“. Die DB Netz erwartet, dass Sie TLS (Transport Layer Security) Version 1.2, besser Version 1.3 unterstützen. Weitere Informationen findet man hierzu in der Anlage 2, Kapitel 3 der entsprechenden Schnittstellen-Dokumentation (siehe Link oben zur EVU-Schnittstelle)

- Wir starten in der Regel mit einfachen „Ping-Pong-Tests“, um gegenseitige Heartbeats zu prüfen bevor wir mit fachlichen Tests starten

- Derzeit können wir die folgenden Testfälle abdecken, wobei im Hintergrund noch mit Mocks gearbeitet wird, d.h. es sind noch keine echten Konstruktionen möglich. Die weitere (E2E-)Test-Roadmap werden wir hier bereitstellen, sobald sie abgestimmt und final ist