Deutsche Bahn
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Grundlogik TPS

Mit dem weiterentwickelten TPS wurde eine neue Entgeltlogik eingeführt, die sich stärker an der Nachfrage orientiert.

Hintergrund

1994 hat die DB Netz AG als erstes Eisenbahninfrastrukturunternehmen in Europa ein Trassenpreissystem für die Nutzung der Schieneninfrastruktur eingeführt. Im Jahr 2001 folgte ein modulares Trassenpreissystem („TPS 2001“), welches sich aufgrund seiner diskriminierungsfreien und transparenten Entgeltbildung bis zum Netzfahrplan 2017 bewährt hatte. Aufgrund der neuen rechtlichen Vorgaben der EU-Richtlinie 2012/34 und des im September 2016 in Kraft getretenen Eisenbahnregulierungsgesetzes (ERegG) hat die DB Netz AG ihr Trassenpreissystem weiterentwickelt. Dieses wurde zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 eingeführt und ist bis dato gültig.

Grundlogik des TPS

Mit dem weiterentwickelten TPS hat die DB Netz AG eine neue Entgeltlogik etabliert. Stand im „TPS 2001“ bei der Entgeltbildung noch die Infrastrukturausstattung der jeweiligen Strecke im Mittelpunkt, so geht es nun darum, welcher Zug darauf fährt.
Die Ausgangsfrage für die Entgeltbildung lautet, welchem Marktsegment ein Zug geordnet werden kann. Danach bemisst sich der erste Preisbestandteil – die unmittelbaren Kosten, die eine Zugfahrt verursacht.

Da diese Kosten aber nur einen kleinen Teil der Vollkosten für die Vorhaltung der Schienenwege decken, berechtigt das Gesetz die DB Netz AG, Aufschläge zu erheben, um die Lücke zur Vollkostendeckung zu schließen. Dabei muss nach Verkehrsarten bzw. nach Marktsegmenten innerhalb der Verkehrsarten differenziert und die Belastbarkeit dieser Einzelmärkte berücksichtigt werden.

Darüber hinaus können durch Zu- oder Abschläge u.a. Anreize für Mehrverkehre gesetzt oder aber die durch Verkehre hervorgerufene Umweltbelastung bzw. die Wirkung überlasteter Schienenwege berücksichtigt werden.