Deutsche Bahn

Stark vernetzt in Richtung Zukunft

Über 4.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DB Netz AG kümmern sich täglich um den Erfolg in den 28 Regionalnetzen der sieben Regionen.

Spricht man über die Regionalnetze, so spricht man von einer echten Erfolgsgeschichte: Sie begann um die Jahrtausendwende, als die Geschäftseinheit im Rahmen der sogenannten Mittelstandsoffensive gegründet wurde. Das erklärte Ziel war und ist, moderne und leistungsfähige Infrastruktur bereitzustellen, dabei kostengünstig und rentabel zu wirtschaften und so einen starken SPNV (Schienenpersonennnahverkehr) fernab der Ballungsräume zu gewährleisten. Denn eines der zentralen Unternehmensziele der Deutschen Bahn – den Menschen Mobilität aus einer Hand anzubieten – sollte nicht nur in großen Städten und auf langen Strecken funktionieren. Auch in der Fläche, in den entlegensten Regionen der Republik, sollte ein leistungsstarker Regionalverkehr für jedermann gesichert werden. Um so besonders strukturschwache Regionen, an die Schiene anzubinden und dabei Streckenstilllegungen möglichst zu vermeiden. 

Kern der damals entwickelten Strategie war die Implementierung unabhängiger wirtschaftlicher Organisationseinheiten, die wie mittelständische Unternehmen geführt werden. Hier ermöglichen, wie in solchen Unternehmen, schlanke Strukturen und flache Hierarchien besonders schnelle Entscheidungswege. Und das macht die Regionalnetze auch besonders effizient. 

28 solcher Netze gibt es heute in Deutschland. Verteilt auf sieben Regionen bilden sie gemeinsam die Geschäftseinheit Regionalnetze der DB Netz AG, deren Zentrale in Frankfurt am Main zu finden ist. Geführt werden sie von 17 Netzleiterinnen und Netzleitern. Jeder Regionalbereich wiederrum hat einen Leiter, der die Gesamt- und Ergebnisverantwortung trägt. Ein Regionalnetz muss nicht notwendigerweise aus zusammenhängenden Trassen bestehen. Oftmals setzt es sich aus einer Summe von Strecken zusammen, die in räumlicher Nähe zueinander liegen und zu organisatorisch praktikablen Einheiten zusammengefasst sind. Das regionale Streckennetz wird dabei überwiegend vom Schienenpersonennahverkehr genutzt und weist zu einem Großteil einfache technische und betriebliche Verhältnisse auf. Bemerkenswert: rund 13.000 Kilometer Schiene, also etwa ein Drittel des deutschen Streckennetzes, werden heute von den Regionalnetzen betrieben.  

Die Gestaltung der Infrastruktur in den Netzen orientiert sich maßgeblich an den Wünschen ihrer Kunden, den mehr als 230 Eisenbahnverkehrsunternehmen, und den Ländern als Aufgabenträger bzw. Besteller von Verkehrsleistungen. Dabei steht die wirtschaftliche kunden- und marktgerechte Weiterentwicklung der Infrastruktur im Vordergrund. Eben dies ist eine der großen Herausforderungen in den Einheiten. Umgesetzt wird sie beispielsweise durch eine jeweils eigenständige Anlagenplanung mit der Kompetenz zur schlanken Realisierung von Infrastrukturprojekten.  

586 Millionen Euro wurden im Jahr 2018 für den Erhalt und Ausbau in die ländliche Infrastruktur investiert.